Obwohl es sich beim Detektiv nicht um eine geschützte Bezeichnung handelt, darf diesen Beruf im Grunde nicht jeder ausüben. Sowohl in Deutschland als auch in Österreich ist eine entsprechende Ausbildung von Nöten. Diese berechtigt schließlich zur Arbeit als Detektiv. Deutschlandweit arbeiten etwa 1000 Detektive. In den letzten Jahren ließ sich hierbei ein deutliches Wachstum erkennen. Immerhin ist die Bedeutung der Detektive, aber auch das Interesse gegenüber diesen deutlich gestiegen. Somit wurde die Nachfrage größer und vor allem junge Menschen haben immer deutlicher das Interesse, sich in diesem Beruf ausbilden zu lassen.
Obwohl auch bei den Detektiven verschiedenste Berufsverbände in Deutschland vorhanden sind, bestehen hierzulande keine gesetzlichen Grundlagen für die Ausbildung zum Detektiv. Häufig sind es ehemalige Polizeibeamte oder auch Sicherheitsexperten, die sich für diesen Beruf im Rahmen einer Neuorientierung entscheiden. Somit bestehen in Deutschland keinerlei Regelungen, die sich auf die Dauer oder gar den Inhalt einer Ausbildung zum Detektiv beziehen. Den Ausbildungsträgern steht die Gestaltung somit vollends frei und sie können diese auch nach eigenem Ermessen ausdehnen oder verkürzen.
Bisher ist nicht bekannt, dass es in den kommenden Jahren zu entsprechenden gesetzlichen Regelungen für die Detektivausbild in Deutschland kommen wird. Die Branche, zu der vor allem Detekteien gezählt werden müssen, bemüht sich jedoch seit Jahren um ein einheitliches Ausbildungsbild.
Die Hintergründe für die Ausbildungssituation der Detektive in Deutschland lassen sich auf verschiedene Aspekte zurückführen. Einer der wichtigsten Gründe für die derzeitige Situation wird jedoch durch die Berufsbezeichnung konkretisiert. Immerhin ist in Deutschland die Berufsbezeichnung vollkommen unbekannt. Zudem arbeiten die einzelnen Berufsverbände der Branche in Deutschland nicht kontinuierlich zusammen. Somit ist es ihnen bisher auch nicht gelungen, eine gemeinsame Kampagne zu entwickeln. Auch dieser Aspekt wirkt sich deutlich auf die Ausbildungssituation aus.
Möchte ein Mann oder auch eine Frau den Beruf des Detektivs ausüben, gibt es die Möglichkeit, sich an die IHK oder auch andere Institute zu wenden. Diese bieten die Ausbildung zum Detektiv mittlerweile in Form von Weiterbildungen an. Häufig handelt es sich hierbei um Wochenendseminare. Diese erstrecken sich oftmals über mehrere Monate und können eine Dauer von bis zu zwei Jahren haben. Zu den bekanntesten Angeboten in diesem Bereich gehört die Ausbildung zum Kaufhausdetektiv. In den letzten Jahren hat sich aber auch die Bezeichnung „Geprüfter Detektiv“ durchsetzen können. Während der Weiterbildung werden die Teilnehmer an die verschiedensten Aufgabenbereiche und Tätigkeiten herangeführt.